Report of the board meeting

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Mitgliederentwicklung:

Es gibt drei Kategorien von Mitgliedern:
Religionslehrer/innenverbände, Institutionen und Einzelpersonen (nur, wo es keine RU-Lehrer/innenverbände gibt). Unmittelbarer Zusammenhang mit schulischem Religionsunterricht ist Aufnahmebedingung bei allen drei Kategorien.


Ein großer italienischer Religionslehrerverband (Gewerkschaft der Religionslehrkräfte: SNADIR) mit 26 000 Mitgliedern (!!!) wurde im letzten Jahr Mitglied von EFTRE. Ein irischer Lehrer/innenverband sowie eine irische Institution sind beigetreten; ein tschechisches und ein rumänisches Institut haben die Absicht, Mitglied zu werden. Zwei Einzelpersonen aus Malta haben Interesse signalisiert.

Kontakte zu bzw. Mitglieder aus Portugal, Griechenland, Island, den Baltischen Ländern, Polen, Slovakien, Slovenien und Zypern wären wünschenswert. Einige Vorstandsmitglieder haben Kontakte zu Personen oder Institutionen des Religionsunterrichtes und werden diese auf EFTRE hinweisen.

Einige der bisherigen Mitgliedsverbände haben sich zusammengeschlossen (in Großbritannien aufgrund von strukturellen Veränderungen in der Bildungslandschaft; in den Niederlanden haben sich der Katholische und Evangelische Verband vereinigt). Ein niederländischer Mitgliedsverband ist ausgetreten, weil er kein Interesse mehr am Religionsunterricht hat.

Die aktualisierte Mitgliederliste wird bald in der EFTRE-website veröffentlicht werden

Finanzen

Nachdem auf der Mitgliederversammlung in Edinburgh 2001 beschlossen wurde, dass ab 2002 ein verpflichtender Mitgliedsbeitrag von 100 € pro Jahr und Mitglied erhoben werden, wurde den Mitgliedern 2003 zum zweiten Mal eine Zahlungsaufforderung zugeschickt. Einige Verbände haben (noch) nicht bezahlt; von manchen kam keinerlei Rückmeldung; einige Zahlungen gingen ein, ohne dass festgestellt werden konnte, woher sie kamen! Einige Verbände leisten ihren Beitrag in anderer Form (z.B.: Übernahme von Auslagen für die Arbeit des Exekutivkomitees, Druck der Broschüre u.a.).

Die EFTRE-Bankverbindung lautet jetzt
Rabobank Berkel-Ijssel, Zutphen
IBAN NL 48 RABO 0 15 61 91 210
Konto 15.61.91.210

Momentan befinden sich 11.000 Euro auf dem Konto. Der Schatzmeister hält eine Rücklage von 10.000 € für notwendig, so dass momentan noch keine ausreichende Summe für die laufende Arbeit zur Verfügung steht. Leider werden pro 100 € Überweisung eine Gebühr von 6.80 € erhoben.

Der Vorstand ist sich einig, dass die 100 € Mitgliedsbeitrag für die laufenden Kosten nicht ausreichend sind, dass aber bei der Verschiedenheit der Verbände und ihrer Möglichkeiten keine konsequente Gleichbehandlung möglich ist.

Die Vorstandsmitglieder erhalten Informationen, welche Verbände ihres Landes noch nicht bezahlt haben und werden mit diesen telefonisch Kontakt aufnehmen und nachfragen, welchen Hintergrund dies hat.

Rechtliche Stellung

Hans Fijn van Draat hat sich darum gekümmert, dass EFTRE nun ein in den Niederlanden eingetragener Verein ist.

Neue Broschüre

Das Exekutivkomitee stellt die neue dreisprachige Broschüre von EFTRE vor. Aktuelle Daten (Adressen u.a.) werden in einem Brief, der immer neu aufgelegt werden soll, eingelegt. Die Broschüre ist in 1000 Exemplaren gedruckt worden. Sie ist weniger für die Hände der Mitglieder der Einzelverbände gedacht, als als Werbeträger und Informationsmaterial (z.B. für Europa-Arbeit, Werbung neuer Mitglieder u.a.).

CoGREE (Coordinating Group For Religious Education in Europe)

Die Konsultation der 6 Verbände, die mit religiöser Erziehung in Europa befasst sind, im Mai 2002 in Wien strahlt immer noch aus. Es wurde ein Reader sowie eine CD-Rom über die Inhalte und Prozesse der Konsultation vom Comenius Institut herausgegeben, die eine gewisse Verbreitung erlangt haben und dadurch die Debatte über religiöse Erziehung in Europa bereichern und unterstützen. CoGREE wird auf Europäischer Ebene als Institution und Gesprächspartner zunehmend wahrgenommen. Dies zeigen z.B. Einladungen an CoGREE zur Projektberatung durch den Europarat oder in Kontakten zur Europäischen Kommission.

Es gibt immer mehr gute Ideen für die Europaarbeit, leider ist sie teuer (Reisekosten!) und arbeitsintensiv. Da diese Arbeit fast ausschließlich ehrenamtlich erfolgt, scheitert manches an einem Mangel an Menschen, die die Zeit haben, Ideen auch praktisch umzusetzen.

Im letzten Jahr hat sich CoGREE u.a. mit einem Statement an der öffentlichen Konsultation zur Zukunft der Programme der EU in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Jugend beteiligt. Ebenso ist CoGREE einbezogen bei der „Tübinger Initiative“ den Dialog über Werteerziehung und Religiöse Bildung mit der Europäischen Kommission zu intensivieren. Diese Initiative geht auf die beiden – evangelischen und katholischen – Professoren für Religionspädagogik der Universität Tübingen zurück und wird in Kooperation mit der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) durchgeführt.

In Fortführung der mit „Wien 2002“ begonnenen intensiveren Kooperation plant CoGREE drei regionale Konsultationen. So wird überlegt, ob im Zusammenhang mit der EFTRE-Konferenz in Järvenpää/Finnland im Jahr 2004 eine Konsultation über religiöse Erziehung für Vertreter/innen aus den Staaten, die sich rund um das Baltische Meer gruppieren, organisiert werden sollte. - Juha Luodeslampi vom Trainingszentrum der Luth. Kirche in Finnland informiert in diesem Zusammenhang, dass im Oktober 2003 in Estland eine Konferenz von Lehrerfortbildnern und Wissenschaftler/innen zum Religionsunterricht stattfinden wird, zu dem Repräsentanten aus den drei Baltischen Staaten sowie aus Finnland und Deutschland eingeladen sind. Hier könnten sich Kontaktmöglichkeiten für EFTRE und CoGREE ergeben.

Weitere regionale Konsultationen sind angedacht, z.B. Frankreich/Südeuropa; bestimmte Personen verfolgen das.

ICCS (Intereuropean Commission on Church and School) und CoGREE planen für Oktober 2004 ein Expertenkolloquium in Klingenthal bei Straßburg, um den Dialog mit dem Europarat zu intensivieren. Für 2005 ist ein größerer Kongress von CoGREE in Kooperation mit verschiedenen anderen Trägern in Berlin geplant, in Fortführung der Konsultation in Wien 2002. Die regionalen Konsultationen könnten diese Veranstaltung europaweit vorbereiten. Die Konferenz in Berlin soll größer angelegt sein, als die in Wien 2002; es sollen auch gezielt Vertreter/innen aus der Europapolitik eingeladen werden.

Die Kooperationsarbeit ist von großer Bedeutung. Die einzelnen Europäischen Verbände, einschließlich EFTRE, sind jeweils selbst zu klein, um auf Europäischer Ebene viel Einfluss zu gewinnen. Auch CoGREE hat nur begrenzte Möglichkeiten. Diese müssen unbedingt erhalten und ausgeweitet werden, dazu wäre aber das Engagement weiterer Personen nötig.

EFTRE-Konferenz in Järvenpää, Finnland 2004

Der Termin für die Konferenz ist Donnerstag, 26.08. bis Sonntag, 29.08.04 und findet im Trainingszentrum der Finnischen Lutherischen Kirche in Järvenpää statt. Järvenpää liegt etwa 20 km nördlich vom Flughafen Helsinki.

Die Vorbereitungsgruppe legte ein vorläufiges Programm vor. Das Thema wird in etwa lauten: „Religious Education – educating the whole person“ (Religionsunterricht – Bildung der gesamten Person).

Von besonderem Interesse ist, dass die Orthodoxe Kirche Finnlands, die in der Minorität ist, sich aktiv mit eigenen Angeboten an der Konferenz beteiligen wird und Einblick in ihre besondere religiöse Welt und ihre religionspädagogischen Ideen geben wird.

Da Finnland in der PISA-Studie am besten abgeschnitten hatte, mag der Einblick in das finnische Schulsystem von besonderem Interesse sein!

Sobald das Programm abschließend entschieden wurde, wird es auf der Website von EFTRE (www.eftre.org) veröffentlicht. Die Vorbereitungsgruppe wird sich bemühen, eventuell auch Materialien für die inhaltliche Vorbereitung ins Netz zu stellen.

Anmeldung:

Über e-mail bei kurssit@srk-opisto.fi unter Angabe folgender Informationen:

  • Subject (Betreff): EFTRE-conference 2004

  • Name, Vorname

  • Adresse

  • Telefon und E-Mail-Adresse

  • Single room (350 €), double room (300 €) oder dormitory (Mehrbettzimmer, Studierendenunterkunft, 270 €).

  • Besondere Bedürfnisse (z.B. Vegetarisches Essen, Rollstuhl)

  • Ankunftsdatum und –zeit.

Per Post mit den gleichen Angaben an die Adresse:

  • Seurakuntaopisto / UPI

  • Järvenpääntie

  • Fin 04400 Järvenpää

  • Suomi/Finnland

Englischkenntnisse sind für die Teilnahme nötig.

Lehrkräfteaustausch

In Zukunft wird es auf der EFTRE Website eine Kontaktseite geben. Hier können Lehrkräfte, die an einem Austausch interessiert sind, dies bekannt geben. Die Personen müssen dann selbst Kontakt aufnehmen und gegenseitige Besuche in ihren Schulen organisieren. Es war nicht möglich, ein Austauschprogramm zu finden, dem wir uns anschließen können, und das Gelder oder einen Organisationsrahmen zur Verfügung stellt.

Das FREE-Programm mit Studienstipendien für Lehrkräfte besteht weiter. Lehrkräfte können für vier Wochen im Farmington-Institut, England ein bestimmtes Thema eigenständig studieren.

Für die Konferenz der European Society For The Study Of Science And Religion in Barcelona vom 1. bis zum 6. April 2004 stehen einige Freiplätze zur Verfügung. Die Konferenz richtet sich an Lehrkräfte, die Religion und / oder Naturwissenschaften in der Altersstufe zwischen 11 und 18 Jahren unterrichten. Wer Interesse hat oder jemanden kennt: Nähere Informationen unter www.srsp.net. und Anträge bei martin.rogers@hmc.ox.ac.uk oder director@srsp.net; oder an die Postadresse Science and Religion in Schools Project, 9 Park End Street, Oxford OX1 1HH, United Kingdom; tel. +44 (0) 1865 248844.

Länderberichte

Die Länderberichte werden demnächst auf der EFTRE-Website veröffentlicht.
Erschreckend war die Nachricht unseres Mitgliedsverbandes aus dem Baskenland/Spanien, dass einige Schulen zum Beginn des neuen Schuljahres einfach den Religionsunterricht aus ihrem Angebot gestrichen haben, obwohl er verbindlich in der Stundentafel vorgeschrieben ist. Die Lehrkräfte für das Fach sind als „Spezialisten“ ausgebildet; d.h. dass sie kein anderes Fach unterrichten können. Ihre Verträge sind teilweise auch nicht arbeitsrechtlich abgesichert, so dass die betroffenen Personen plötzlich ohne Einkommen da stehen können. Hier bemüht sich der Spanische Religionslehrkräfte-Verband um Kontakt und Zusammenarbeit mit den traditionellen spanischen Gewerkschaften, um die arbeitsrechtliche Situation von Religionslehrkräften abzusichern.

Die gegenwärtige spanische Regierung hat eine sehr starke Opposition, die den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ablehnt. Falls diese die kommende Wahl in ein paar Monaten gewinnen sollte, wäre der Religionsunterricht Spaniens in Gefahr. Ein „Qualitätsgesetz“, das die Stellung des RU verbessern soll und auf dem Weg zur Verabschiedung ist, könnte daran scheitern, dass es nicht mehr vor den Wahlen verabschiedet werden kann.

Der Verband hat um Unterstützung durch EFTRE gebeten. Es wäre hilfreich, wenn die Öffentlichkeit und Schulbehörden von Europäischer Seite hören würden, dass der Religionsunterricht in den meisten Ländern selbstverständlicher und verbindlicher Teil des verbindlichen Fächerkanons ist. Vielleicht hat ja auch der eine oder andere Einzelverband Lust, darauf zu reagieren und eine kleine Stellungnahme für die Schulbehörden, die Öffentlichkeit und Presse zugunsten des RU in öffentlichen Schulen zu verfassen. Bitte auf der EFTRE-Website den Kontakt zum baskischen/spanischen Verband nutzen.

Renate Röthlein, 30.09.03


Page last updated October 15th 2005
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